Yoga auf Koh Samui: Auszeit im Future Hippie Resort

Man lernt zwei Deutsche, die auf Koh Samui ein Yogaretreat anbieten, über Instagram kennen. Hat Kontakt über die sozialen Medien und entscheidet sich dann spontan, sie auf der thailändischen Insel zu besuchen.

Das kann der Beginn einer absoluten Horror-Geschichte sein – oder, wie in meinem Fall, richtig, richtig gut werden.

In dem Moment, als ich an einem Samstagmittag im August bei den FutureHippies ankomme, merke ich, dass hier etwas anders ist. Das liegt, neben der wunderschönen Kulisse direkt am Strand von Taling Ngam im Südwesten der Insel, vor allem an der Herzlichkeit der Resort-Besitzer Mika und Rayk und der tollen Energie, die sie hier kreieren. Von der ersten Sekunde an werde ich in die Gruppe aufgenommen und ganz selbstverständlich integriert. Und schon in der ersten Community Class wird klar, dass das hier tiefer gehen wird. Die anderen Yogaretreat-Gäste reden ganz frei von ihrer aktuellen Gefühlslage, Tränen und Lachen inklusive. Ich bin überrascht von so viel Offenheit. Und genau die führt dazu, dass auch ich mich gleich von oberflächlichem Gequatsche verabschiede und versuche mal wieder zu fühlen, wie es mir gerade wirklich geht.

Alles kann, nichts muss
Jeder kann hier genauso sein, wie er ist und wie er sich gerade fühlt. Montag bis Freitag werden zwei Yogaklassen pro Tag angeboten. Morgens energiegeladen mit Vinyasa oder Hatha, abends entspannend mit Yin oder Restorative. Dazu kommen Meditationen und die oben erwähnten Community Treffen. Zusätzlich kann man Reiki-, Thaimassage- und Coaching-Sessions buchen. Der Samstag startet nochmal mit einer Yoga-Klasse und nach dem Lunch kann dann bis Montagmorgen jeder seinen eigenen Plänen nachgehen. Wobei das generell der Fall ist. Nichts muss, alles kann. Jeder Gast kann entscheiden, ob und an was er teilnimmt. Mir hat der feste Tagesablauf geholfen, in den Flow zu kommen. Mal nicht darüber nachzudenken, was als nächstes ansteht. Mal nicht zu organisieren und zu planen. Und die Kontrolle abzugeben.

Und so finde ich mich am zweiten Tag nach dem Frühstück (bester Kaffee!) am türkisblauen Meer, das direkt vor dem Resort liegt, entlang schlendern. Ohne Uhr, ohne Handy. Ohne Stress, wann ich als nächstes wo sein muss. Ich laufe einfach so lange, wie es mir gefällt. Und wenn ich mir an einer der wenigen Strand-Bars um die Ecke eine frische Kokosnuss oder meinen geliebten Papaya-Salat gönnen will, dann mache ich das und genieße einfach nur den tollen Ausblick.

Vegan, no Alcohol
Wie oft hört man in Yogastunden, dass wir wieder ins Fühlen kommen sollen. Auf unseren Körper und unsere Emotionen hören sollen. Was mir zu Hause so oft nicht gelingt, geht hier ganz einfach. Mir hilft dabei auch das vegane Essen, das morgens und abends von Mika liebevoll zubereitet wird. Burger, Wraps, Pizza, Curry – sie findet für alles eine fleischlose Variante, die unglaublich gut schmeckt und mir meine Energie zurückgibt. Apropos: Im Resort gibt es kein Alkohol. Zwei Mal probiere ich ein Bier außerhalb der Hippie-Area und merke nach einem kurzen Push wie ich in ein Tal falle. Lust- und energielos entscheide ich, auch den Alkohol zukünftig aus meinem Leben zu streichen. Oder zumindest einen deutlich bewussteren Umgang damit zu pflegen.

Meditation, Night Market oder Shopping?
Wie gut mein Körper hier in Balance ist, zeigt mir auch mein Schlaf. Spätestens um neun, halb zehn geht’s ins gemütliche Bett in meiner Bambus-Hütte und ich wache jeden Morgen ohne Wecker um spätestens 6 Uhr auf. Perfekt, um vor der Yogastunde um 7:30 Uhr noch eine Meditation am ruhigen Strand oder unter dem gigantischen Banyan-Baum mitten im Retreat zu machen oder der eigenen Yoga-Praxis nachzugehen. Oder mit anderen Community-Mitgliedern einen Ausflug zu planen. Ein Besuch des Night Markets von Lamai (mit dem Taxi ca. 30 Minuten) bietet sich am Sonntagabend an. Noch nie habe ich so viele unbekannte Gerichte gesehen, die alle live zubereitet werden und einen köstlichen Duft verbreiten. Über Mika und Rayk kann man auch einen Roller leihen, mit dem man an einem Sonntag die Insel erkunden kann. Ich habe so einen Abstecher nach Fisherman‘s Village am Bophut Beach gemacht. Ein altes Fischerdörfchen mit tollen Sea-View-Restaurants und niedlichen Boutiquen. Aber natürlich auch mit jeder Menge Touristen-Trubel. Umso glücklicher war ich, wieder in die ruhige Hippie-Bubble zurückzukommen.

Ich weiß, es klingt wie die perfekte Auszeit. Und das war es! Nichts in diesen zwei Wochen hätte besser sein können – außer der doch ziemlich lange Flug (15 Stunden) mit Zwischenstopp in Bangkok. Aber auch den werde ich wieder in Kauf nehmen, wenn ich an Weihnachten wieder nach Koh Samui fliege, zurück in die Hippie-Welt!

Unbezahlte Werbung. Der Artikel wurde von mir selbst verfasst und entspricht meinen ganz persönlichen Eindrücken und Erlebnissen vor Ort.

Yoga-Retreat „Sacred Journey“ in Oberammergau