Yogalust beim Wanderlust 108 in München

Wanderlust-Fotowand Yoga
Selfie vor der Wanderlust-Fotowand

Shit, ich hab die Sonnencreme vergessen! Das war mein erster Gedanke, als ich am 16. Juli 2017 im Olympiapark in München um kurz vor neun Uhr morgens zum Wanderlust 108 Festival erschien. Denn schon um diese Uhrzeit hatte es geschmeidige 20 Grad und strahlenden Sonnenschein. Und heute standen noch 5km Laufen, 75 Minuten Yoga und Meditation auf dem Programm – natürlich alles unter freiem Himmel – also mit ganz viel Sonne im Rücken.

Freude pur: Gemeinsames Laufen im besten Wetter

5km in Deinem Tempo

Egal, erstmal zum Anmelden und Startnummer-Abholen, das dank toller Organisation super easy vonstatten ging. Musste es auch, denn um 9:30 Uhr fiel der Startschuss zum Lauf. Die adidas Runners feuerten die Stimmung vorab mit einem knackigen Aufwärmprogramm an und dann ging es los. Einmal quer durch den Olypark. In einer Gruppe von ca. 1.000 Leuten gar nicht so einfach. Das Ganze ging dann aber doch ohne Staus und große Ehrgeiz-Offensive über die Bühne. Jeder konnte in seinem ganz eigenen Tempo laufen. Und ob Power-Walk oder Mega-Sprint: Am Ziel wurden alle gefeiert, als hätten sie mindestens nen Marathon absolviert.

Go with the Flow

Die Welle auf dem Arm und der Matte

Die Ersten positionierten dann schon ihre Yogamatten (konnten genau wie Rucksack & Co. während dem Lauf mit der Startnummer an der Gepäckaufbewahrung deponiert werden) vor der Main Stage, wo um 11 Uhr der 2. Teil des Wanderlust-Triathlons stattfinden sollte: Eine 75-minütige Yoga-Session mit Mady Morrison. Ich nutzte die Zeit bis dahin noch zum Schlendern. Zu Entdecken gab es nämlich jede Menge: Klamotten von adidas, Magadi & Co., eine Aveda-Styling-Area, vegane Leckereien und jede Menge mehr. Zudem lief das Wanderlust-Team mit Bodypainting-Stiften durch die Gegend und verpasste jedem, der wollte, ein aufgemaltes Accessoire. Logisch, dass es bei mir die Welle wurde…

Beim Wanderlust geht es auch um die Gemeinschaft

Schwitzen beim Yoga

Wer zu spät kommt, geht in die letzte Reihe. Und so richtete ich mich dort für die Yogastunde mit Mady aus Berlin ein. Zuerst heizten uns jedoch Roger Rekless und die Breakletics-Crew (Mischung aus Functional Fitness & Breakdance) ein. Schon hier sorgte Johann Fanger am Mischpult für den richtigen Sound, der während der Einheit von Mady dann ruhiger, aber nicht weniger gut wurde. 75 Minuten lang hieß es dann: Atmen! Mady führte uns durch einen Vinyasa Flow, bei dem für jedes Yoga-Level was geboten war. Zum Schwitzen kam ich aber vor allem, weil die Temperatur mittlerweile über 30 Grad gestiegen war und die aufgemalte Welle auf meinem Oberarm in meine Haut tätowierte. Abkühlung gab’s dann in der geführten 30-minütigen Meditation mit Michael Kurth aka Curse und Live-Gitarren-Musik von Arli Liberman.

Einfach mal ausprobieren

Vorbei war’s jetzt aber noch lange nicht. In zahlreichen Side Events, für die man sich vorab anmelden musste, vor Ort aber immer noch einen Platz fand, konnte man Aerial Yoga, Acroyoga, Functional Training oder Yoga mit dem FeetUp ausprobieren. Kaffee-Liebhaber wurden im North Café fündig und an der Hydration Station konnte man sich jederzeit kostenlos Wasser nehmen. Und so war ich selbst verwundert, als ich nach ein paar Stunden zum ersten Mal auf mein Handy gucke und es bereits 15 Uhr war. Als ich schließlich meine Yogamatte über den Rücken schwang und nach Hause radelte, wusste ich, dass ich diesen tollen Tag mit Gleichgesinnten noch lange in Erinnerung behalten würde – nicht nur wegen des Sonnenbrands.