Yoga-Retreat „Sacred Journey“ in Oberammergau

Eine Auszeit für die Seele. Das war das Motto des Yoga-Retreats „Sacred Journey“, das im Mai 2019 in Oberammergau stattfand und zu dem Aisha Zafirah und ich elf Teilnehmer begrüßen durften.

Wir starteten am Freitagabend mit einer Welcome-Class, die das Sanskrit-Wort „Metta“ zur Überschrift hatte. Mitgefühl, Wohlwollen dem anderen gegenüber – aber auch mir selbst. Die Dinge so hinnehmen, wie sie sind. Mit der Überzeugung zu agieren, dass alles genau so gut ist, wie es jetzt ist.

Gut war vor allem auch das Healthy Dinner, das im Anschluss an die Stunde von Aishas Mutter Rosalie gezaubert wurde. Nach einer Zucchini-Suppe gab es Gemüse-Quiche mit unterschiedlichen Salaten und als Nachtisch einen Schoko- und einen Mandel-Kuchen. Sooo gut! Glücklich und zufrieden ging’s an diesem Abend für die Teilnehmer und die Yogalehrerinnen ins Bett. Schließlich würde der nächste Tag ordentlich Energie brauchen.

12 Stunden voller Energie

Um 7 Uhr ging’s dann los mit einer kurzen Morning-Sequenz, bevor bei Tee und Snacks (bzw. bei dem auf dem Camping-Kocher gezauberten Kaffee) entschieden wurde, die Berg-Yoga-Session wetterbedingt nach vorne zu verlegen. So ging’s also um halb neun auf den Kolbensattel. Die eineinhalbstündige Wanderung wurde von einer Balance-Yoga-Einheit vor der Kolbensattelhütte gekrönt. Und wie gut, dass wir uns für den frühen Aufstieg entschieden hatten, denn pünktlich zum Lunch in der Hütte begann es zu regnen.

Einige der Teilnehmer konnte das jedoch nicht davon abhalten mit dem Alpine Coaster, die weltweit längste wetterfeste Rodelbahn, ins Tal zu sausen, wo die nächste Yogaklasse auf dem Programm stand. Diesmal ging es um Umkehrhaltungen und so probierten wir uns mit Feetup, Assists und unter Zuhilfenahme der Wand am Kopfstand aus. Mit neuer Energie aufgeladen, verging die anschließende freie Zeit umso schneller, bevor wir uns am Nachmittag zu einer Runde Yoga Dance trafen.

Dort wurden selbst die Skeptiker zu Tanzhelden und stellten unter Beweis, wie gut man Yoga-Asanas auf Beat und Takt „tanzen“ kann.  Nach 60 Minuten war der Hunger dann groß und so machten wir uns auf den Weg zur Wankalm, wo wir mit leckerer Holzofenpizza und Pasta verwöhnt wurden. Um den Geist und den Körper nach diesem anstrengenden Tag zur Ruhe zu bringen, lud Aisha zu einer späten Yoga Nidra Einheit. Dabei ruht der Körper, aber der Geist ist vollkommen wach. Tiefenentspannt ging’s an diesem Abend ins Bett.

Schütteln bis zur perfekten Intention

Der dritte Tag startete um 8 Uhr mit einer Schüttelmeditation im Stil von Osho. Zu Klängen von Jamiroquai und Moloko wurden alle Anspannungen aus dem Körper vertrieben und dann mit dynamischen Sonnengrüßen in jede Himmelsrichtung der Morgen begrüßt. Beim anschließenden Crystal Gazing konnte jeder Teilnehmer seine ganz persönliche Intention für das Wochenende noch einmal verinnerlichen. Mithilfe eines – von Aisha für jeden Teilnehmer gewählten – Kristalls kann man so die Vision der eigenen Zukunft veranschaulichen und dieser ein Stück näherkommen.

Einen wunderschönen Abschluss fand das Wochenende dann in einem Kirtan. Beim gemeinsamen Singen des Mantras „Sita Ram (die Einheit der individuellen mit der kosmischen Seele) war das Mitgefühl, das Wohlwollen und die pure Freude noch einmal besonders spürbar. Unterstützt von den Klängen der Shruti Box und des Harmoniums fand die „Sacred Journey“, die heilige Reise, so ihr perfektes Ende.