Let it go: Die Kunst des Loslassens

Yoga übt das Innehalten und Loslassen

Warum fällt es uns so schwer loszulassen? Wir halten uns fest, weil es uns Sicherheit verleiht. Trügerische Sicherheit, denn das einzige, was Festhalten bewirkt, ist Stillstand. Und wir wollen uns doch weiterentwickeln. Neues erleben, mutig sein. Dafür müssen wir loslassen und dem eigenen Vermögen vertrauen mit ungewohnten Situationen umgehen zu können und sie zu meistern.

Nimm es an, so wie es ist!
Go with the Flow – mein Motto. Bedeutet mit dem Fluss zu gehen. Aber auch zu wissen, dass man das Fließen nicht aufhalten kann. Egal, wie stark man sich dem Fluss entgegen stemmt, man wird die Strömung nicht aufhalten. Und das bedeutet nicht, sich allem wehrlos zu ergeben. Aber eben es genau so anzunehmen, wie es kommt und sich darauf einzulassen. Das Leben ist unberechenbar – mal grandios, manchmal dramatisch. Aber immer echt!

Alles ist schon genau so da, wie es sein soll
Das Lernen wir im Yoga. Nirgendwo sonst gelingt es mir, alles loszulassen und einfach nur zu sein. Mich auf mich zu konzentrieren und so anzunehmen, wie ich bin. Denn so wie wir sind, ist das schon ganz gut und eigentlich ist alles schon genau so da, wie es sein soll. Aber selbst als Yogi muss man sich das immer wieder vor Augen führen. So leicht sind wir wieder in unserem täglichen Trott aus festen Abläufen, Abhaken, Erledigen, Festhalten gefangen. Aber es hilft dann, sich immer wieder an diesen Moment zu erinnern, als man einfach losgelassen hat – und wie angenehm das Gefühl war.

„In Savasana passiert alles, was in Savasana passieren soll“, habe ich kürzlich in einer Yogastunde gehört. Und dieses Gefühl, es macht so unglaublich frei. Man muss nichts dazu tun, einfach nur geschehen lassen. Let it go… und genau in dem Moment passiert so unglaublich viel. Probiert es aus!